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    <title>digit.social</title>
    <link>https://digit.social</link>
    <description>digit.social will Perspektiven für die Soziale Arbeit in der Digitalisierung entwickeln und richtet den Fokus dabei auf Themen der Freiheits- und Persönlichkeitsrechte des Individuums im digitalen Wandel. "Digitale Mündigkeit" wird somit zum Auftrag sozialarbeiterischen Handelns. Grundlage hierfür ist das dritte Mandat Sozialer Arbeit.</description>
    <lastBuildDate>Tue, 10 May 2022 11:15:25 +0200</lastBuildDate>
    <item>
      <title>E-Mail und Verschlüsselung</title>
      <link>https://digit.social/e-mail</link>
      <description>&lt;h4&gt;Allgemeines&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;E-Mail ist immer noch eines der wichtigsten digitalen Kommunikationsmittel, sowohl im privaten, viel mehr aber noch im beruflichen Kontext. Was die meisten User sich aber leider nicht vor Augen halten, ist die Tatsache, dass E-Mails &lt;a href="https://privacy-handbuch.de/handbuch_32i.htm"&gt;von Geheimdiensten systematisch gescannt werden&lt;/a&gt;. Auch E-Mail-Provider scannen die E-Mails ihrer Kunden. Google beispielsweise hat jahrelang E-Mails gescannt, um das Profil des jeweiligen Users zu erweitern, mit dem Ziel gezieltere Werbung zu schalten (vgl. &lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/google-scannt-bzw-analysiert-e-mails/"&gt;Kuketz, 2016&lt;/a&gt;) Mit großer Wahrscheinlichkeit, geschieht das scannen auch weiterhin (vgl. &lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/datenschutz-google-liest-auch-weiterhin-eure-e-mails-mit/"&gt;Kuketz, 2018&lt;/a&gt;). Wer einen empfehlenswerten Mail-Provider sucht, dem die Privatsphäre seiner Kunden am Herzen liegt, &lt;a href="https://privacy-handbuch.de/handbuch_31.htm"&gt;findet im Privacy-Handbuch ein paar nützliche Infos&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Verschlüsselung&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Doch auch mit dem besten E-Mail-Provider haben wir das Problem der unverschlüsselten E-Mails noch nicht gelöst. Mails, die im Klartext verschickt werden, sind prinzipiell &lt;strong&gt;nichts anderes als Postkarten&lt;/strong&gt;, deren Informationen jede:r lesen kann, der darauf Zugriff hat. E-Mail-Verschlüsslung ist also eine notwendige Angelegenheit für jede private Kommunikation, unter ethischen Aspekten im Beruf aber um so mehr! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um einen ersten Einblick zu geben, wie E-Mail- bzw. die darin genutzte &amp;quot;asymmetrische Verschlüsselung&amp;quot; funktioniert, möchte ich euch &lt;strong&gt;drei Videos&lt;/strong&gt; ans Herz legen, die die Thematik auf unterschiedliche Weise beschreiben:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der digitale Briefumschlag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
... mit Kalle &amp;amp; Sabine ...&lt;/p&gt;
&lt;div class="responsive-video"&gt;
&lt;iframe src="https://invidious.snopyta.org/embed/B-5_fYSrQbg" webkitallowfullscreen="" mozallowfullscreen="" allowfullscreen="" width="1600" height="900" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sicher kommunizieren - einfach erklärt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der animierte Film vom wundervollen Alexander Lehmann beschäftigt sich eher mit Messengern, das Prinzip der asymmetrischen Verschlüsselung bleibt aber nahezu gleich.&lt;/p&gt;
&lt;div class="responsive-video"&gt;
&lt;iframe src="https://invidious.snopyta.org/embed/4mbryW8fZrA" webkitallowfullscreen="" mozallowfullscreen="" allowfullscreen="" width="1600" height="900" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie funktioniert E-Mail-Verschlüsselung mit PGP?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ein Video von mailbox.org, Anm.: Ich habe selbstverständlich keinen Werbevertrag ;)&lt;/p&gt;
&lt;div class="responsive-video"&gt;
&lt;iframe src="https://invidious.snopyta.org/inxNRA4xK1Q" webkitallowfullscreen="" mozallowfullscreen="" allowfullscreen="" width="1600" height="900" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Praxis-Tipp&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;E-Mail-Verschlüsselung ist also eigentlich gar nicht so schwer. &lt;a href="https://privacy-handbuch.de/handbuch_32i.htm"&gt;Die Kritik, dass die usability zu Wünschen übrig lässt&lt;/a&gt;, weil die Installation (bspw. in Windows mit Outlook) unter Umständen ein relativ schweres Unterfangen ist, teile ich zwar ebenfalls. &lt;strong&gt;Aber was bleibt uns übrig?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das einfachste Handling bietet meines Erachtens der E-Mail-Client &lt;a href="https://www.thunderbird.net/de/"&gt;&lt;strong&gt;Thunderbird&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; von Mozilla (die, die auch den Firefox programmieren). Das Programm ist sozusagen das Open Source-Pandant zu Outlook. Unter Linux ist GnuPG (also die Software, die für die Verschlüsselung zuständig ist) meistens schon vorinstalliert. Nachdem man Thunderbird installiert und die erste E-Mail-Adresse eingerichtet hat, kann für jede E-Mail-Adresse ein eigener Wizard zur Erstellung eines OpenPGP-Schlüsselpaares durchgeführt werden. Den privaten Schlüssel speichert man an einem sicheren Ort. Den öffentlichen Schlüssel lädt man auf einen &lt;a href="https://keys.openpgp.org/"&gt;Keyserver&lt;/a&gt; und/oder teilt ihn mit seinen Kommunikationspartner:innen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eines muss man wissen: Ohne den öffentlichen Schlüssel der Kommunikationspartner:innen kann selbstverständlich nicht verschlüsselt kommuniziert werden. D.h. Wenn diese keine PGP-Verschlüsselung nutzen, kann auch nicht verschlüsselt werden (siehe Videos). Logisch. Aber wieso solltest du nicht damit anfangen? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Schluss &lt;strong&gt;empfehlenswerte Anleitungen&lt;/strong&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/verschluesselte-e-mails-mit-gnupg-als-supergrundrecht/"&gt;Kuketz-Blog: Verschlüsselte E-Mails mit GnuPG als Supergrundrecht&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://emailselfdefense.fsf.org/de/index.html"&gt;E-Mail-Selbstverteidigung von der Free Software Foundation&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://privacy-handbuch.de/handbuch_32l.htm"&gt;Anleitung des Privacy-Handbuchs&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h4&gt;PGP, S/MIME, SMGW?&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Auf Grund der Tatsache, dass sich &lt;strong&gt; jede:r&lt;/strong&gt; mit PGP ein &lt;strong&gt;eigenes&lt;/strong&gt; Schlüsselpaar relativ einfach erzeugen kann, habe ich zum Thema E-Mail-Verschlüsselung nur auf &lt;strong&gt;PGP&lt;/strong&gt; verwiesen. Nicht nur der Vollständigkeit halber, will ich nun noch &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/S/MIME"&gt;&lt;strong&gt;S/MIME&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; nennen. Für die Praxis kann S/MIME nämlich durchaus sinnvoll sein, da die &lt;a href="https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/E-Mail-Verschluesselung-S-MIME_ba016305.pdf"&gt;Arbeitsagentur/Jobcenter S/MIME bundesweit einsetzt&lt;/a&gt;. Im Handbuch der Arbeitsagentur wird auf &lt;a href="https://cert-download.arbeitsagentur.de/extcerts/getcert/search"&gt;diesen Link&lt;/a&gt; verwiesen, unter dem man die S/MIME-Zertifikate aller Mitarbeiter downloaden kann. Je nach Kommune scheinen auch andere Behörden S/MIME zu verwenden. So haben beispielsweise alle kommunalen Mitarbeiter:innen der Stadt Leipzig S/MIME-Zertifikate. Wie man als externer Kommunikationspartner:in an die jeweiligen öffentlichen Schlüssel kommt, ist allerdings nicht ersichtlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und noch etwas Neues ist da: Das &lt;a href="https://www.esv.sachsen.de/secure-mail-gateway.html"&gt;Land Sachsen hat nun den &amp;quot;Secure Mail Gateway&amp;quot; SMGW eingeführt&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Für den Transport über das Internet verschlüsselt das SMGW die Nachrichten per Inhaltsverschlüsselung über S/MIME oder PGP. Ist kein Empfängerschlüssel bekannt, wird die Nachricht über ein gesichertes Online-Postfach (SMGW Messenger) zugestellt.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Mehr dazu später.&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Mo, 18 Mär 2019 09:30:31 +0100</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Messenger</title>
      <link>https://digit.social/messenger</link>
      <description>&lt;p&gt;Messenger sind zu einem ziemlich wichtigen Tool im sozialarbeiterischen Alltag geworden. Ein Messenger bietet Klient:innen eine relativ niedrigschwellige Möglichkeit Kontakt aufzunehmen und hat den Vorteil, dass dieser Kontakt unkompliziert gehalten werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl WhatsApp das instant messaging längst nicht erfunden hat (denken wir an die gute alte Zeit von ICQ, AIM oder Jabber), hält es sich immer noch an der Spitze der Messaging-Apps. Zwei Probleme gibt es allerdings &lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/kommentar-whatsapp-ist-eine-blackbox/"&gt;mindestens mit WhatsApp&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Es ist nicht Open Source: Wir wissen also nicht, wie die Software funktioniert oder ob es Hintertüren gibt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Es gehört Facebook: &lt;a href="https://netzpolitik.org/2019/das-steckt-hinter-der-messenger-integration-von-facebook-whatsapp-und-instagram/"&gt;Facebook verdient Geld mit der Auswertung der persönlichen Daten seiner Kunden.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Das sind zwei Gründe, wieso WhatsApp nichts im Arbeitskontext zu suchen hat. Welcher Messenger ist dann aber empfehlenswert? In &lt;a href="https://digit.social/digitalisierung-nach-bestem-wissen-und-gewissen"&gt;Teil drei der Grundlagen&lt;/a&gt; nenne ich 4 Bedingungen für ethikbasiertem Softwareeinsatz: Datenminimierung, Krpytografie, FLOSS und Dezentralisierung. Wenn diese Kriterien streng umgesetzt werden, empfehlen sich beispielsweise:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="https://conversations.im/"&gt;Conversations&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;keine Telefonnummer als identifier notwendig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;nutzt das XMPP-Protokoll (jabber)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;verschlüsselt Ende-zu-Ende mit OMEMO&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;funktioniert nicht peer-to-peer, sondern über einen föderierten Server&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;nur android / iOS-Alternative: &lt;a href="https://chatsecure.org/"&gt;ChatSecure&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="https://briarproject.org/"&gt;Briar&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;keine Telefonnummer als identifier notwendig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;verschlüsselt Ende-zu-Ende&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;funktioniert komplett ohne Server, also peer-to-peer&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;dazu muss man allerdings einmalig seinen Kommunikationspartner im wirklichen Leben treffen, um die QR-Codes zu scannen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Kommunikation geht über WLAN, Bluetooth oder TOR-basierete Internetverbindung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;existiert nur android&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://media.ccc.de/v/34c3-8937-briar"&gt;empfehlenswerter Vortrag der Entwickler zum 34C3&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Mike Kuketz hat 2016 einen sehr empfehlenswerten &lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/conversations-sicherer-android-messenger/"&gt;Blogbeitrag zu Conversations im Vergleich zu anderen Messengern veröffentlicht&lt;/a&gt;. Dabei nennt er auch die Schutzziele, die ein Messenger implementiert haben sollte. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun stellt sich die Frage, ob die beiden genannten Messenger letztendlich das Potenzial haben, im &lt;strong&gt;normalen Sozialarbeitenden-Alltag einsetzbar&lt;/strong&gt; zu sein. Mein Fazit: Beide Messenger sind relativ hochschwellig. Heißt: für Conversations muss man sich ein jabber-Konto einrichten, bei briar muss man nebeneinander stehen, um sich connecten zu können. Dennoch: Beide Messenger sind für Klient:innen, die eventuell auch etwas Spaß an Technologie haben, eine gute Sache. Für weniger IT-affine Menschen müssen wir dann leider auf den Grundsatz der Dezentralisierung verzichten können uns noch Signal von &amp;quot;open whisper systems&amp;quot; zu Gemüte führen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="https://signal.org/"&gt;Signal&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;nutzt die Telefonnummer als indentifier (gehasht)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;verschlüsselt Ende-zu-Ende&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;nutzt einen zentralen Server&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;es fallen aber kaum Metadaten an&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;ein idealer, schneller und niedrigschwelliger Umstieg von WhatsApp &lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h4&gt;Praxis-Tipp&lt;/h4&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Signal ist tatsächlich easy-to-use!&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Im Sinne des Auftrags digitaler Mündigkeit, sollten Sozialarbeitende mit ihren Klient:innen über die Probleme der WhatsApp-Nutzung sprechen &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kein Smartphone hat die Beschränkung auf nur einen Messenger: Es ist völlig ok, mit &lt;a href="https://digit.social/digitalisierung-nach-bestem-wissen-und-gewissen"&gt;FLOSS&lt;/a&gt; zu experimentieren und auch mal mehrere Messenger parallel auf dem Handy zu haben&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wichtig ist es viel mehr, eine Antwort auf die Frage zu haben, wem man seine Daten anvertrauen will ;)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Wer noch etwas mehr Infos über diese Auswahl an Messengern sucht, dem sei die &lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/die-verrueckte-welt-der-messenger-messenger-teil1/"&gt;neue Artikelserie &amp;quot;Die verrückte Welt der Messenger&amp;quot; des Kuketz-Blogs&lt;/a&gt; und die &lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/empfehlungsecke/#messenger"&gt;Empfehlungsecke des Kuketz-Blogs&lt;/a&gt; ans Herz gelegt. Ebenfalls die &lt;a href="https://privacy-handbuch.de/handbuch_74.htm"&gt;Auseinandersetzung zum Thema bei Privacy-Handbuch&lt;/a&gt;. Mit Riot, der das MATRIX-Protokoll nutzt, habe ich mich bisher noch nicht intensiv auseinander gesetzt, sollte hier aber auch genannt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch etwas zu &lt;strong&gt;Hoccer&lt;/strong&gt;, da er von manchen Sozialarbeitenden im Berufskontext eingesetzt wird: Die Stiftung Warentest kührte ihn 2015 zum Testsieger und auch &lt;a href="https://mobilsicher.de/apps-kurz-vorgestellt/messenger-app-hoccer-kurz-vorgestellt-2"&gt;mobilsicher.de schreibt prinzipiell positiv über den Messenger aus Deutschland&lt;/a&gt;. Eines ist er aber dennoch &lt;strong&gt;nicht&lt;/strong&gt;: &lt;strong&gt;open source&lt;/strong&gt;. Daher kann die Sicherheit nicht von außen überprüft werden. Ebenso nicht open source ist &lt;strong&gt;Threema&lt;/strong&gt;, trotz aller Vorteile (bspw. ID statt Telefonnummer), die er bietet (vgl. &lt;a href="https://privacy-handbuch.de/handbuch_74.htm"&gt;Privacy-Handbuch&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sicher kommunizieren - einfach erklärt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der animierte Film von Alexander Lehmann beschäftigt sich ebenso mit Messengern und dem Prinzip der asymmetrischen Verschlüsselung, die in den oben empfohlenen Messengern zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingesetzt wird:&lt;/p&gt;
&lt;div class="responsive-video"&gt;
&lt;iframe src="https://invidious.snopyta.org/embed/4mbryW8fZrA" webkitallowfullscreen="" mozallowfullscreen="" allowfullscreen="" width="1600" height="900" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Mo, 18 Mär 2019 10:45:33 +0100</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Vernetztes Arbeiten: Kollaborationstools &amp; Clouds</title>
      <link>https://digit.social/kollaboration-und-cloud</link>
      <description>&lt;p&gt;Kollaborationstools sind gleichermaßen eine effiziente und soziale Errungenschaft: Gemeinsam und über räumliche Grenzen hinweg kann an Dokumenten gearbeitet, Präsentationen erstellt und Dateien geteilt werden. Kollaborationswerkzeuge sind keine neue Erfindung. Bereits seit 2008 existiert bspw. &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Etherpad"&gt;Etherpad&lt;/a&gt;, mit dem sehr einfach gemeinsam an Texten gearbeitet werden kann. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Entwicklungen gingen natürlich weiter. Und auch die Kommerzialisierung dieser Software: Google Docs, Dropbox, Slack, Trello, etc. - alle bieten Kollaboration zu verschiedenen Konditionen. Der Nachteil dieser Services: Man hostet seine Daten bei einem Anbieter zu den jeweiligen AGBs. Die Daten liegen also sonst wo und nicht da wo sie hingehören, auf dem Server des Besitzers. &lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;There is NO CLOUD, just other people's computers &lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Erinnern wir uns an die &lt;a href="https://digit.social/digitalisierung-nach-bestem-wissen-und-gewissen"&gt;vier Grundbedingungen&lt;/a&gt; für den Einsatz digitaler Technologien: Datenminimierung, Kryptografie, FLOSS und Dezentralisierung. Für das kollaborative arbeiten sollte das u.a. heißen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Die Daten, die ich teile, sollten physisch bei mir/uns bleiben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Auch das Recht am Inhalt des Textes sollte nicht an den Dienstanbieter abgetreten werden, nur weil ich seinen Service nutze.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Daten sollten verschlüsselt gespeichert sein.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Software, die das kollaborative Arbeiten ermöglicht, sollte quelloffen, frei und kostenlos sein.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Zwei Ansätze will ich hier aufzeigen:&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Cryptpad&lt;/h4&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;CryptPad ist eine Alternative mit eingebautem Datenschutz zu verbreiteten Office- und Clouddiensten. Mit CryptPad wird der gesamte Inhalt verschlüsselt, bevor er an den Server gesendet wird. Das bedeutet, dass keiner auf den Inhalt zugreifen kann, es sei denn du gibst die Schlüssel weiter. Selbst wir haben diesen Zugriff nicht.
(Quelle: &lt;a href="https://cryptpad.fr/index.html"&gt;https://cryptpad.fr/index.html&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Für das kollaborative Arbeiten stehen verschiedene Dokumenttypen bzw. Apps zur Verfügung:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;CryptDrive: Übersicht aller Dokumente und Upload von Dateien)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Rich-Text-Editor: Ein Texteditor, vergleichbar mit Etherpad&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Tabellenkalkulation&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Code-Editor&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Folien-Editor: Gemeinsam an einer Präsentation arbeiten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Umfragen: Umfragen erstellen, vergleichbar mit einem doodle&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Whiteboard: Freies Zeichnen und Brainstormen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kanban: Projektmanagement&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Alle erstellten Dokumente können mit anderen usern geteilt werden und so kollaborativ gearbeitet werden.
Cryptpad kann direkt auf der Seite &lt;a href="https://cryptpad.fr/"&gt;https://cryptpad.fr/&lt;/a&gt; getestet und auch produktiv eingesetzt werden. Der Speicher ist dabei aber auf 50 MB begrenzt. Im Sinne des dezentralen Ansatzes, kann die Software aber auch auf einem eigenen Server installiert werden. Eine Installationsanleitung findet sich bei &lt;a href="https://github.com/xwiki-labs/cryptpad"&gt;github&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Nextcloud&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Aus der open source &lt;a href="https://nextcloud.com/de/"&gt;Cloud-Software Nexcloud&lt;/a&gt; ist ein vollumfängliches tool für alle Belange des kollaborativen Arbeitens geworden. Mittels Apps kann die Cloud-Software nach Belieben angepasst werden. &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nextcloud"&gt;Nextcloud&lt;/a&gt; ist damit quasi zur selbst-gehosteten eierlegenden Wollmilchsau geworden. Möglich sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Datenspeicher&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kollaboratives Arbeiten an Texten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Adressbuch&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kalender&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fotogalerie&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Musik- und Videowiedergabe&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Feedreader&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Aufgabenplanung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kanban-Projektmanagement&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Mind-Maps&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Integration von Content-Managment-Systemen (wie Pico)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://apps.nextcloud.com/"&gt;u.v.m.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Seit Version 15 gibt es sogar eine &lt;a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nextcloud-15-bietet-Social-Media-App-und-bessere-Zwei-Faktor-Authentifizierung-4248218.html"&gt;Social-Integration&lt;/a&gt;. Dadurch wird es möglich, dass die Nextcloud als Mastodon-Instanz agiert. Mastdon ist eine freie Alternative zu Twitter. Heißt konkret: Man kann Teil des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fediverse"&gt;Fediverse&lt;/a&gt; werden, ohne sich bei einer anderen Mastodon-Instanz anzumelden. Die Nachrichten, die man dann mit Freunden im Netzwerk teilt, bleiben auf dem eigenen Server.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Praxis-Tipps&lt;/h4&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Für partizipative Prozesse in Sozialunternehmen, können Kollaborationstools eine super Sache sein. Sie erleichern das gemeinsame Schreiben eines Konzepts ungemein, denn verschiedene Arbeitsstände müssen nicht mehr per USB-Stick oder E-Mail versendet und irgendwann mühevoll zusammengesetzt werden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sozialarbeitende sollten sich aber stets überlegen, welchem Diensteanbieter sie ihre Daten anvertrauen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nextcloud und Cryptpad sind Software, die eine gute Alternative zu kommerziellen Angeboten bieten.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Träger, die einen eigenen Server betreiben, sollten darüber nachdenken, ob sie eine eigene Instanz hosten, damit die Daten auch vor Ort und Stelle bleiben können.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</description>
      <pubDate>Do, 28 Mär 2019 21:37:32 +0100</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Feeds abonnieren statt News von Facebook oder Google</title>
      <link>https://digit.social/feed</link>
      <description>&lt;p&gt;Man will es kaum glauben, aber, um auf dem neuesten Informationsstand zu bleiben, braucht es keinen Facebook-Account. Bereits 1999 wurde mit &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/RSS_(Web-Feed)"&gt;RSS&lt;/a&gt; ein Dateiformat entwickelt, welches Webseiten und Blogs ermöglicht, Lesern automatisiert die neuesten Beiträge zuzuspielen. Neben RSS gibt es mit &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atom_(Format)"&gt;ATOM&lt;/a&gt; noch ein weiteres Dateiformat, welches diese sog. &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Web-Feed"&gt;Web-Feeds&lt;/a&gt; (oder News-Feeds) ermöglicht. Mit 20 Jahren ist diese Technologie ja eigentlich kalter Kaffee. Ich nehme allerdings an, dass angesichts der Omnipräsenz von Facebook, mancher User von einem Feed bisher noch nichts gehört hat.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Vorteil gegenüber dem Lesen von News auf Facebook&lt;/h4&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Das besondere Geheimnis von Facebook sind die eingesetzten Algorithmen, die bestimmen, wer welchen Post zu Gesicht bekommt. Erst durch diesen Mechanismus entsteht im Endeffekt das Problem mit den &amp;quot;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Filterblase"&gt;Filter-Bubbles&lt;/a&gt;&amp;quot;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Durch das Abonnieren eines Feeds hingegen legt der Leser &amp;quot;nicht offen, dass er die Quelle beobachtet, und kann Quellen leichter abonnieren bzw. das Abonnement widerrufen, indem er einfach die Einstellung in seinem Feedreader vornimmt. Das individuelle Leseverhalten einzelner Nutzer kann somit nicht oder nur eingeschränkt (beispielsweise anhand der IP-Adresse des Lesers) nachverfolgt werden&amp;quot;. (&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Web-Feed"&gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Web-Feed&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&amp;quot;Web-Feeds vereinfachen in Kombination mit einem dafür geeigneten Feedreader insbesondere die Beobachtung einer großen Menge unterschiedlicher Quellen wie beispielsweise Blogs, bei denen es eher selten zu Änderungen kommt, deren Aktualisierung der Leser aber nicht verpassen möchte.&amp;quot; (ebd.)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Je nach dem, welche und wieviele Feeds man abonniert, entsteht so &lt;strong&gt;eine ganz persönliche Timeline&lt;/strong&gt; für Nachrichten, &lt;strong&gt;die du selbst und nicht eine Algorithmus&lt;/strong&gt; erstellt hat.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h4&gt;Feeds finden und abonnieren&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ein Feed ist im Endeffekt nichts anderes als eine kleine &lt;strong&gt;Datei&lt;/strong&gt;, die der User einer Webseite oder eines Blogs herunterlädt und anschließend in einem &lt;strong&gt;Feedreader importiert&lt;/strong&gt;. Ich persönlich kopiere meistens nur den Link und importiere ihn dann im Feedreader meiner Wahl. Je nach Konfiguration geschieht dieser Prozess durch das Klicken auf das Feed-Symbol oder den Feed-Link auch automatisch. Um auf einer Webseite seiner Wahl nach verfügbaren Feeds zu suchen, kann man nach diesem icon &lt;img src="https://digit.social/bl-content/uploads/pages/autosave-98d794b79710c8c3e083564b86264a73/feed.png" alt="Feedsymbol" /&gt; oder nach den Begriffen &amp;quot;Feed&amp;quot;, &amp;quot;RSS&amp;quot; oder &amp;quot;ATOM&amp;quot; Ausschau halten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schade&lt;/strong&gt;: Die meisten News-Seiten packen nur den Teaser in den Feed, gefolgt vom Link zum vollständigen Artikel. Es gibt aber auch einige Seiten, die den Fulltext eines Artikels als Feed bereit stellen. Und: Leider haben nicht alle interessanten Blogs eine Feed-Funktion eingebaut. Andere haben ihre Feed-URL irgendwo versteckt, oft in Fußzeile. Manche habe ich auch nur über die &lt;a href="https://www.startpage.com/"&gt;Suche&lt;/a&gt; nach &amp;quot;Seitenname + Feed&amp;quot; gefunden.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Empfehlenswerte Feed-Reader&lt;/h4&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Android&lt;/strong&gt;: Vor allem auf kleinen Smartphone-Displays ist eine übersichtliche und werbefreie Darstellung von News vorteilhaft. Die FLOSS-App &lt;a href="https://f-droid.org/de/packages/com.nononsenseapps.feeder/"&gt;&lt;strong&gt;Feeder&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; aus dem &lt;a href="https://f-droid.org/de/"&gt;F-Droid-Store&lt;/a&gt; ermöglicht das. Man kopiert einen Feedlink, wechselt zu Feeder, klickt auf &amp;quot;+&amp;quot;, fügt den Link ein und abonniert so den Feed. Auch Kategorien von Feeds können dann angelegt werden, z.B. &amp;quot;News&amp;quot; für Zeitungen, &amp;quot;Lokales&amp;quot; für Lokalnachrichten, &amp;quot;Soziale Abeit&amp;quot;, &amp;quot;Digitale Sicherheit &amp;amp; IT&amp;quot; o.ä. Dadurch hat man anschließend die Möglichkeit, nur die Kategorien anzuzeigen, die gerade von Interesse sind.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Desktop-PC&lt;/strong&gt;: Auch mit &lt;strong&gt;Thunderbird&lt;/strong&gt; kann man Feeds abonnieren und lesen. Über &amp;quot;Konten-Einstellungen&amp;quot; - &amp;quot;Konten-Aktionen&amp;quot; - &amp;quot;Feed-Konto hinzufügen&amp;quot; fügt man zunächst ein leeres Feed-Konto hinzu, mit dem anschließend Feeds abonnieren kann. Dazu einfach Rechtsklick auf das Feed-Konto und &amp;quot;Abonnieren...&amp;quot; auswählen. Anschließend die URL des gewünschten Feeds einfügen. &lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aber Achtung:&lt;/strong&gt; Es gibt viele Feedreader oder Reader-Addons, die ebenso nach Hause telefonieren und euer Abo- und Leseverhalten zur Profilbildung verwenden. Nutzt also wirklich nur die Reader, bei denen ihr sicher seid, dass sie eure Privatssphäre schützen.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;digit.social - Feed&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Den Feed für neue Beiträge auf digit.social kannst du übrigens hier abonnieren: &lt;a href="https://digit.social/rss.xml"&gt;https://digit.social/rss.xml&lt;/a&gt;. Für den digit.social-Mikroblog auf Diaspora kannst du diesen Atom-Feed abonieren: &lt;a href="https://pod.geraspora.de/public/staysafe.atom"&gt;https://pod.geraspora.de/public/staysafe.atom&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Weiterlesen:&lt;/h4&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://switching.social/ethical-alternatives-to-google-news/"&gt;RSS als &amp;quot;ethical alternative to Google News&amp;quot;&lt;/a&gt; bei switching.scocial &lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</description>
      <pubDate>So, 31 Mär 2019 12:17:45 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">autosave-98d794b79710c8c3e083564b86264a73</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Digitale Teilhabe I: WLAN für Alle - mit Freifunk!</title>
      <link>https://digit.social/freifunk</link>
      <description>&lt;p&gt;Ganz kurz erklärt: Die Vision von Freifunk ist die &lt;a href="https://freifunk.net/worum-geht-es/"&gt;&amp;quot;Demokratisierung der Kommunikationsmedien durch freie Netzwerke.&amp;quot;&lt;/a&gt;. Das heißt, Freifunk schafft ein freies und unkommerzielles WLAN (MESH-Netzwerk), das für alle Menschen frei zugänglich ist. Dadurch wird der digitalen Kluft etwas entgegengesetzt und digitale Teilhabe ermöglicht. Und das schönste ist: Jede:r kann ganz einfach mitmachen, ob Privatperson oder freier bzw. öffentlicher Träger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freifunk hat übrigens ein eigenes &lt;a href="https://blog.freifunk.net/2015/05/15/memorandum-understanding/"&gt;Memorandum of Understanding&lt;/a&gt; entwickelt, welches die ethischen und sozialen Prinzipien von Freifunk beschreibt. (Leseempfehlung (nicht nur) für Sozialarbeiter:innen!)&lt;/p&gt;
&lt;div class="responsive-video"&gt;
&lt;iframe src="https://media.darmstadt.freifunk.net/Freifunk-verbindet.mp4" webkitallowfullscreen="" mozallowfullscreen="" allowfullscreen="" width="1600" height="900" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freifunkgruppen gibt es mittlerweile in ganz Deutschland und auch darüber hinaus. &lt;a href="https://www.freifunk-karte.de/"&gt;Diese Karte gibt einen guten Überblick&lt;/a&gt;, obwohl sie längst nicht vollständig ist. Meist haben die &lt;a href="https://freifunk.net/wie-mache-ich-mit/community-finden/"&gt;lokalen Gruppen&lt;/a&gt; zusätzlich Karten, in denen die Freifunkknoten eingezeichnet sind. Mitmachen ist übrigens ganz einfach: Einfach auf die Webseite deiner lokalen Freifunkgruppe gehen. Dort findest du Informationen zur Installation eines eigenen Freifunkknotens.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Freifunk-Communities in Sachsen:&lt;/h4&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://freifunk-dresden.de/"&gt;&lt;strong&gt;Dresden&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: &lt;a href="https://freifunk-dresden.de/karte/"&gt;Karte&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://chemnitz.freifunk.net/"&gt;&lt;strong&gt;Chemnitz&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: &lt;a href="https://map.chemnitz.freifunk.net/"&gt;Karte&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://freifunk-leipzig.de"&gt;&lt;strong&gt;Leipzig&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: &lt;a href="https://freifunk-leipzig.de/map/"&gt;Karte&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.freifunk-mittelsachsen.de/"&gt;&lt;strong&gt;Mittelsachsen&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: &lt;a href="https://karte.freifunk-mittelsachsen.de/"&gt;Karte&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://vogtland.freifunk.net/"&gt;&lt;strong&gt;Vogtland&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: &lt;a href="https://vogtland.freifunk.net/map/#!/de/map"&gt;Karte&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Seit 2015 gibt es auch die &lt;a href="https://freifunk-hilft.de/"&gt;Initiative &amp;quot;Freifunk hilft&amp;quot;&lt;/a&gt;, die bereits hunderte soziale Einrichtungen, wie Unterkünfte für Geflüchtete, Seniorenheime, Obdachlosenunterkünfte oder Freizeittreffs vernetzt hat.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Praxis-Tipps&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Sich mit der Idee von Freifunk auseinandersetzen (Guter Startpunkt: &lt;a href="https://freifunk.net/"&gt;freifunk.net&lt;/a&gt;).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Information über Freifunk am eigenen Standort einholen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Lokale oder in der Nähe befindliche Gruppe kontaktieren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Idee des unkommerziellen, öffentlich zugänglichen Internets in Planungsraumkonferenzen, Stadtteilrunden, etc. einbringen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Partner finden, die bereits dabei sind oder Lust haben, sich an Freifunk zu beteiligen (Gastronomie, öffentliche Einrichtungen, etc.).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sich selbst mit eigenen Routern beteiligen und einen Internetzugang zur Verfügung stellen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3&gt;Weitere Informationen&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Podcast &lt;a href="https://radio.freifunk.net/"&gt;Freifunk Radio&lt;/a&gt;: Rund um die bundesweite Freifunk-Community. (&lt;a href="https://radio.freifunk.net/feed/audio/"&gt;Direktlink zum Feed&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.freie-radios.net/86159"&gt;Interview bei Radio Lora mit drei FreifunkerInnen über Freifunk in München&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jugendschutzfilter &amp;amp; Freifunk&lt;/strong&gt;: Dem Thema &amp;quot;Kinder- und Jugendschutz im Netz&amp;quot; habe ich einen &lt;a href="https://digit.social/jugendschutz-im-netz"&gt;weiteren Beitrag&lt;/a&gt; gewidmet und gehe dabei auch auf die Problematik der Jugendschutzfilter ein.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vorträge für Einsteiger&lt;/strong&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;2019 &lt;a href="https://media.ccc.de/v/jh19-rostock-1005-freifunk_freie_netze_selbst_gebaut"&gt;Marco: &amp;quot;Freifunk - Freie Netze selbst gebaut&amp;quot;&lt;/a&gt; | Jugend hackt 2019 Rostock | 15 min&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2019 &lt;a href="https://media.ccc.de/v/camp19-88-freifunk-fr-einsteiger-freies-wlan-berall-und-frei-"&gt;Wolf: &amp;quot;Freifunk für Einsteiger - Freies WLAN überall und frei!&amp;quot;&lt;/a&gt; | Technik Camp 2019 | 57 min&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2018 &lt;a href="https://media.ccc.de/v/jh-ulm-2018-7-lightning_talk_freifunk"&gt;Marvin: &amp;quot;Freifunk - freies Netz für freie Bürger&amp;quot;&lt;/a&gt; | Jugend hackt 2018 Ulm | 13 min&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2018 &lt;a href="https://media.ccc.de/v/35c3oio-34-freifunkinstallationen-in-flchtlingsheimen-erfahrungsbericht-empfehlungen"&gt;Peter: &amp;quot;Freifunkinstallationen in Flüchtlingsheimen - Erfahrungsbericht&amp;quot;&lt;/a&gt; | 35C3 | 24 min&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2018 &lt;a href="https://media.ccc.de/v/35c3oio-46-10-tops-flops-fr-den-erfolgreichen-aufbau-einer-community-wie-freifunk-mnchen"&gt;Daniel &amp;amp; Peter: &amp;quot;10 Tops &amp;amp; Flops für den erfolgreichen Aufbau einer Community wie Freifunk München&amp;quot;&lt;/a&gt; | 35C3 | 24 min&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://media.ccc.de/search/?q=freifunk"&gt;Weitere Vorträge unter media.ccc.de&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Material &amp;amp; Flyer&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.mabb.de/information/service-center/download-center.html?file=files/content/document/UEBER%20DIE%20MABB/Download-Center/Publikationen/Freifunk-Broschuere/freifunk-publikation-webversion-2-Auflage.pdf.pdf"&gt;WLAN FÜR ALLE. Freie Funknetze in der Praxis (2. Auflage, 2015)&lt;/a&gt; von der &lt;a href="https://www.mabb.de/information/service-center/download-center.html"&gt;Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.mabb.de/information/service-center/download-center.html?file=files/content/document/UEBER%20DIE%20MABB/Download-Center/Publikationen/Freifunk-Broschuere/freifunk-flyer-8-seiten-leporello-WEB.pdf"&gt;WLAN FÜR ALLE. Freie Funknetze auf einen Blick (Informations-Flyer)&lt;/a&gt; von der &lt;a href="https://www.mabb.de/information/service-center/download-center.html"&gt;Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</description>
      <pubDate>So, 13 Sep 2020 13:47:50 +0200</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>"Misstraue Autoritäten - fördere Dezentralisierung"</title>
      <link>https://digit.social/dezentralisierung</link>
      <description>&lt;p&gt;Der folgende Beitrag soll vereinfacht auf dezentrale Technologien eingehen, die ich bereits als &lt;a href="https://digit.social/digitalisierung-nach-bestem-wissen-und-gewissen"&gt;vierte Bedingung&lt;/a&gt; erwähnt habe:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;[...] Dezentralisierung hat den Vorteil, dass nicht &lt;em&gt;ein&lt;/em&gt; Anbieter das Monopol für einen Dienst hat und dadurch Macht über den Dienst besitzt. Ein weiterer Vorteil ist, dass im Falle eines Ausfalls der Infrastruktur eines Anbieters, andere Anbieter dennoch funktionieren. Und: Jede:r kann sich eine Instanz erstellen, mit der er sich ins bestehende Netzwerk einklinkt und wird damit Teil eines größeren Netzwerks. Aus Sicht der Sozialen Arbeit ist Dezentralisierung also ein Paradebeispiel für Partizipation und Inklusion.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Durch die schleichende Gewöhnung an die großen, zentralisierten und kommerziellen Anbieter ist es in den vergangenen Jahrzehnten dazu gekommen, dass viele User die dezentrale Stärke des Internets vergessen haben oder ihr gar nicht bewusst sind. Böse Zungen würden vielleicht sogar sagen, dass manche:r User:in Instagram, Whatsapp, Facebook und Google für das Internet halten. Wie bereits angedeutet, ist E-Mail wahrscheinlich einer der wenigen, durch die User:innen wahrnehmbaren dezentralen Dienste. Dabei bietet das Internet durch seine dezentrale Struktur sehr viel Potential, dass User:innen auch weitere dezentrale Dienste im Alltag einsetzen: Es gibt dezentral organisierte Software für soziale Netzwerke, Cloud-Dienste, Messenger - selbst für Videoplattformen. Und im Sinne eines auf Privacy und Datenschutz achtenden dritten Mandats &amp;quot;digitale Mündigkeit&amp;quot;, sollten sich Sozialarbeitende also stets fragen, ob es nicht auch Alternativen zu Facebook, Google und Co. gibt.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Exkurs 1: Wie funktioniert das Internet eigentlich?&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Um ein erstes Gespür für das Thema zu bekommen, sollten wir jedoch zunächst einen groben Einblick in die Funktionsweise des Internets an sich bekommen. Beim Kinderprogramm des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) habe ich ein Video gefunden, das diese ganz vereinfacht erklärt:&lt;/p&gt;
&lt;div class="responsive-video"&gt;
&lt;iframe src="https://invidious.snopyta.org/embed/e9FJPnFQWi8" webkitallowfullscreen="" mozallowfullscreen="" allowfullscreen="" width="1600" height="900" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Beispiel des zentralisierten Dienstes Whatsapp zeigt das Video also, dass unsere Nachricht eben nicht direkt auf dem Handy des Empfängers landet, sondern immer über den zentralen Server des Dienstes geleitet wird. Das hat, in Zeiten wachsender Überwachungswünsche der Geheimdienste, allerdings den Nachteil, dass unsere Nachricht über viel mehr Internetknotenpunkte (also Server und Router) geleitet wird, als eigentlich für einen solchen Messenger-Dienst notwendig wäre.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Exkurs 2: Das Problem mit den zentralisierten Diensten&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Das Problem solcher Dienste liegt m.E. in zwei Aspekten:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Machtkonzentration&lt;/strong&gt;: Immer dann, wenn ein zentralisierter Dienst (Whatsapp für &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Instant_Messaging"&gt;Instant Messaging&lt;/a&gt;, Facebook als Soziales Netzwerk, Google als Suchmaschine und Anbieter für Smartphone-Betriebssysteme, etc.) zum Quasi-Standard für einen Dienst wird, erhält das dahinter liegende Unternehmen eine Quasi-Monopolstellung. Diese erzeugt vielfältige Probleme, sowohl für das Unternehmen selbst (denken wir allein an die Skandale bzgl. facebook in den vergangenen Jahren), noch mehr aber für dessen User:innen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&amp;quot;Where is it going?&amp;quot;&lt;/strong&gt;: Im Video des SRF ist es ja bereits angeklungen: Die Datenpakete wandern um die halbe Welt, nur um beim Empfänger &amp;quot;um die Ecke&amp;quot; anzukommen. Seit Snowden wissen wir, dass die NSA über ihr &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PRISM"&gt;Programm PRISM&lt;/a&gt; Verträge mit den großen Firmen zur Abfischung dieser Daten hat. Um den Grenzübertritt unserer Daten grafisch darzustellen, &lt;a href="https://opendatacity.github.io/prism/"&gt;hat das Projekt opendatacity eine Visualisierung veröffentlicht, die die Datenströme von unterschiedlichen Diensten auf einer Karte darstellt&lt;/a&gt; (Klickempfehlung). Und immer dort, wo die Datenpakete des Users über einen Internetknoten eines anderen Landes laufen, haben eben auch die jeweiligen Geheimdienste dieses Landes, theoretisch die Möglichkeit, die Datenpakete abzufischen. Vor allem bei zentralisierten US-Diensten (aber längst nicht nur) stehen die Server meistens in den USA, ein interkontinentale Verbindung findet demnach definitiv statt. Dass Überwachung von Internetknoten allerdings kein allein us-amerikanisches Thema ist, haben wir spätestens durch den &lt;a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/bundesverwaltungsgericht-bnd-darf-weiter-daten-von-internet-knoten-abzapfen/22627648.html"&gt;Gerichtsprozess des deutschen Internetknotens De-Cix in Frankfurt gegen den BND gesehen&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h4&gt;Dezentrale Alternativen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne sagt nicht nur die &lt;a href="https://www.ccc.de/de/hackerethik"&gt;Hackerethik des CCC&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Misstraue Autoritäten - fördere Dezentralisierung&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir Dienste im Internet nutzen, sollten wir als digital mündige Menschen nicht nur wissen, wie diese jeweils funktionieren, wir sollten uns ebenso mit möglichen Alternativen auseinandersetzen. Zwar bieten dezentrale Netzwerke nicht zwangsläufig eine Lösung für das Problem mit dem grenzüberschreitenden Datentransfer und dem Abfischen unserer Daten (diesem Problem müssen wir eher mit Krypto begegnen), aber gegenüber der Machtkonzentration einzelner Unternehmen stellen sie definitiv eine Alternative dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vereinfacht gesagt, kann man dem zentralisierten Client-Server-Modell aus dem Whatsapp-Beispiel zwei dezentral funktionierende Modelle entgegen stellen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Peer-to-Peer"&gt;Peer-to-Peer&lt;/a&gt; - Netzwerke&lt;/strong&gt;: In reinen P2P-Netzwerken verbinden sich die Clients direkt miteinander. Anwendung findet das heute bspw. beim &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Briar_(Instant_Messenger)"&gt;Messenger Briar&lt;/a&gt;, auf den ich bereits im dazugehörigen &lt;a href="https://digit.social/messenger"&gt;Beitrag&lt;/a&gt; verwiesen habe. Dabei ist das Fehlen eines Servers Vor- und Nachteil zur gleichen Zeit: Dritte Personen können nicht auf die Daten eines Servers zugreifen, es gibt ja keinen. Deshalb werden die Nachrichten auch nicht zwischengespeichert. Die Accounts existieren nur auf dem jeweiligen Endgerät - wenn das kaputt oder verloren geht, sind damit die Nachrichten und Kontakte hinüber. Deshalb empfielt es sich, über eine Backup-Strategie nachzudenken. Briar beweist allemal, dass Messenger-Dienste keine Zentralisierung à la Whatsapp benötigen.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Förderierte oder verteilte Netzwerke&lt;/strong&gt;: In förderierten Netzwerken verbinden sich Clients zunächst mit einem Server. Auf diesem ist eine Software im Einsatz, die sich mit anderen Servern verbindet und somit eine Art verteiltes Maschennetz aufbaut. Dadurch kann der eigene Server auch im heimischen Wohnzimmer stehen und dennoch hat der Client Kontakt zur großen, weiten Welt des Dienstes. Vereinfacht funktioniert so E-Mail. Aber auch XMPP (ehem. Jabber), ein Protokoll, dass im Messenger &lt;a href="https://conversations.im/"&gt;Conversations&lt;/a&gt; zum Einsatz kommt. Auch Projekte wie Diaspora oder Mastodon, die jeweils förderierte soziale Netzwerke - das sog. &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fediverse"&gt;Fediverse&lt;/a&gt; - bilden, funktionieren auf diese Weise.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h4&gt;Noch etwas konkreter? Praxis-Tipps:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Dezentrale &lt;strong&gt;Soziale Netzwerke&lt;/strong&gt; wie Diaspora oder Mastodon stehen uns bereits heute zur Verfügung und werden tagtäglich von tausenden User:innen genutzt. Obwohl das Fediverse noch in den Kinderschuhen steckt, funktioniert die Verknüpfung der Netzwerke bereits ganz gut. Schade ist, dass Diaspora und Mastodon &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fediverse#Kommunikationsprotokolle_und_Instanzen"&gt;verschiedene Protokolle nutzen&lt;/a&gt; und deshalb noch nicht direkt miteinander sprechen können. Dennoch: Ausprobieren und etwas rumtüffteln lohnt sich. Und bevor man die eigene Serverinstanz ins Leben ruft, kann man selbstverständlich über bestehende Server die Idee des Fediverse erkunden:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Um bei &lt;strong&gt;Diaspora&lt;/strong&gt; zu starten, kann man die &lt;a href="https://diasporafoundation.org/"&gt;Übersichtseite der Diasporafoundation&lt;/a&gt; besuchen... Und anschließend dem &lt;a href="https://pod.geraspora.de/u/staysafe"&gt;digit.social-Profil&lt;/a&gt; folgen ;) &lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Auch für &lt;strong&gt;Mastodon&lt;/strong&gt; gibt es &lt;a href="https://joinmastodon.org/"&gt;eine schöne Einstiegsseite&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Infos zum &lt;strong&gt;Fediverse&lt;/strong&gt; und eine Auflistung von Software, die sich innerhalb dieses &amp;quot;förderierten Universums&amp;quot; bewegt, findet man bei &lt;a href="https://the-federation.info/"&gt;the-federation.info&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://fediverse.network/"&gt;fediverse.network&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://fediverse.party/"&gt;fediverse.party&lt;/a&gt; oder &lt;a href="https://switching.social/ethical-alternatives-to-facebook/"&gt;switching.social&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Noch ein kleiner Tipp: &lt;a href="https://nextcloud.com/blog/nextcloud-15-goes-social-enforces-2fa-and-gives-you-a-new-generation-real-time-document-editing/"&gt;&lt;strong&gt;Nextcloud&lt;/strong&gt; unterstützt seit Version 15 ebenso das Protokoll ActivityPub&lt;/a&gt; und schafft damit eine wirklich einfache Möglichkeit, als eigene Instanz im Fediverse unterwegs zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Weitere Lese- und Vortragtipps zum Thema dezentrale Netzwerke und Funktionsweise des Internets:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Digitale Gesellschaft e.V.: &lt;a href="https://digitalegesellschaft.de/wp-content/uploads/2012/04/digiges_wie_das_internet_funktioniert.pdf"&gt;&amp;quot;Wie das Internet funktioniert: Eine Anleitung für Entscheidungsträger und Interessierte&amp;quot; (pdf)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Frank Riegers sehenswerter &lt;a href="https://media.ccc.de/v/35c3-10011-hackerethik_-_eine_einfuhrung"&gt;Vortrag zur Hackerethik des CCC&lt;/a&gt; (Vortrag zum 35C3)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Peter Stuge: &lt;a href="https://media.ccc.de/v/35c3-10005-how_does_the_internet_work"&gt;&amp;quot;How does the Internet work?: An explanation of Inter-Net and everyday protocols&amp;quot;&lt;/a&gt; (Vortrag zum 35C3)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Lach- und Sachgeschichten: &lt;a href="https://www.wdrmaus.de/filme/sachgeschichten/internet.php5"&gt;Die Sendung mit der Maus erklärt das Internet&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</description>
      <pubDate>Do, 11 Apr 2019 10:39:50 +0200</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Das Rad nicht neu erfinden: Link-Tipps</title>
      <link>https://digit.social/link-tipps</link>
      <description>&lt;p&gt;Man muss das Rad nicht neu erfinden: Viele Inhalte, zu denen ich veröffentliche, speisen sich aus Informationen, mit denen sich Andere unter Umständen wesentlich intensiver auskennen. Sie stammen bspw. von Menschen oder NGOs, die das Thema Digitalisierung bereits über Jahre begleiten.   Um die ganze Thematik zu vertiefen, sind also folgende Link-Tipps ans Herz gelegt: &lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Technologie, Datenschutz &amp;amp; Privatsphäre&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Digitale Selbstverteidigung, Security &amp;amp; HowTo&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung"&gt;Digitale Selbstverteidung&lt;/a&gt; von digitalcourage: Sehr umfangreiche und leicht verständliche Tipps für  Privatanwender, aber ebenso &lt;a href="https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/unternehmen-und-organisationen"&gt;für Firmen und Organisationen&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://netzpolitik.org/2018/kleines-einmaleins-der-digitalen-selbstverteidigung/"&gt;Kleines 1x1 der digitalen Selbstverteidigung&lt;/a&gt; von netzpolitik.org.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/"&gt;Kuketz-Blog&lt;/a&gt;: Ein wirklich umfänglicher Blog mit dem Ziel, &amp;quot;Sicherheits- und datenschutzrelevante Themen leichter verständlich und für jedermann zugänglich machen.&amp;quot; Als guter Startpunkt sei die &lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/empfehlungsecke/"&gt;Empfehlungsecke&lt;/a&gt; ans Herz gelegt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://prism-break.org/de/"&gt;PRISM BREAK&lt;/a&gt;: Gegenüberstellung von proprietärer Software und FLOSS-Alternativen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://privacy-handbuch.de/"&gt;Privacy-Handbuch&lt;/a&gt;: Ebenso gute und aktuelle Sammlung an HowTo zum Thema.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;del&gt;&lt;a href="https://switching.social/"&gt;Switching.social&lt;/a&gt;: Ethical alternatives to popular sites and apps - Choose the site or app you want to replace (EN) | &lt;a href="https://diaspora.town/u/switchingsocial"&gt;Diaspora&lt;/a&gt; | &lt;a href="https://mastodon.at/@switchingsocial"&gt;Mastodon&lt;/a&gt;&lt;/del&gt; (aktuell leider down)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://tooldoku.dbjr.de/"&gt;Deutscher Bundesjugendring (DBJR): Entwicklung und Dokumentation digitaler Tools&lt;/a&gt;: Sehr spannende Zusammenstellung von Beteiligungstools an der Brücke zwischen Jugendarbeit und IT. Mit großen Fokus auf FLOSS.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vereine, Intitiativen, NGOs &amp;amp; NPOs&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.ccc.de/"&gt;Chaos Computer Club&lt;/a&gt;: &amp;quot;Der Chaos Computer Club e. V. (CCC) ist die größte europäische Hackervereinigung und seit über dreißig Jahren Vermittler im Spannungsfeld technischer und sozialer Entwicklungen. Die Aktivitäten des Clubs reichen von technischer Forschung und Erkundung am Rande des Technologieuniversums über Kampagnen, Veranstaltungen, Politikberatung, Pressemitteilungen und Publikationen bis zum Betrieb von Anonymisierungsdiensten und Kommunikationsmitteln.&amp;quot; Besonders empfehlenswert ist die &lt;a href="https://media.ccc.de/"&gt;Mediathek&lt;/a&gt;, in der man unglaublich viele gute Vorträge zum Thema findet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://cyber4edu.org/c4e/wiki/start"&gt;cyber4EDU&lt;/a&gt;: &amp;quot;Die Initiative cyber4EDU wurde während des 36. Chaos Communication Congress (36C3) in Leipzig gegründet. Die Gründer:innen sind CCC Mitglieder, FSFE Mitglieder, Chaos macht Schule Aktivist:innen, Pädagog:innen und Eltern.&amp;quot; Ziel ist es, Schulen für Datenschutz zu sensibilisieren und Anregungen bzgl. Alternativen zu propietärer und wenig datenschutzsensbler Hard- und Software zu geben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://digitalcourage.de/"&gt;digitalcourage e.V.&lt;/a&gt; &amp;quot;(vormals: FoeBuD e.V.) setzt sich seit 1987 für Grundrechte und Datenschutz ein. Bei Digitalcourage treffen unterschiedlichste Menschen zusammen, die Technik und Politik kritisch erkunden und menschenwürdig gestalten wollen.&amp;quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://digitalegesellschaft.de/"&gt;Digitale Gesellschaft e.V.&lt;/a&gt; &amp;quot;ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit seiner Gründung im Jahr 2010 für Grundrechte und Verbraucherschutz im digitalen Raum einsetzt.&amp;quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://epicenter.works"&gt;EPICENTER.WORKS&lt;/a&gt; &amp;quot;ist aus dem Arbeitskreis Vorratsdaten Österreich (AKVorrat) hervorgegangen, welcher seit 2010 in Österreich aktiv ist. 2014 hat der AKVorrat nach jahrelangem Widerstand die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung erwirkt. Die Klage vor den Höchstgerichten in Europa (EuGH) und Österreich (VfGH) hat zur Aufhebung dieser Form von anlassloser Massenüberwachung geführt. Seitdem tritt die Organisation mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen überbordende Überwachung und für das Grundrecht auf Privatsphäre ein.&amp;quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://fsfe.org/index.de.html"&gt;Free Software Foundation Europe&lt;/a&gt; &amp;quot;ist ein gemeinnütziger Verein, der Menschen im selbstbestimmten Umgang mit Technik unterstützt. Software ist in allen Aspekten unseres Lebens tief verankert. Es ist wichtig, dass diese Technologie uns hilft, statt uns einzuschränken. Freie Software gibt allen das Recht, Programme für jeden Zweck zu verwenden, zu verstehen, zu verbreiten und zu verbessern. Diese Rechte stärken andere Grundrechte wie die Redefreiheit, die Pressefreiheit und das Recht auf Privatsphäre.&amp;quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://netzpolitik.org/"&gt;netzpolitik.org&lt;/a&gt; ist eine &amp;quot;Plattform für digitale Freiheitsrechte. Wir thematisieren die wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik und zeigen Wege auf, wie man sich auch selbst mit Hilfe des Netzes für digitale Freiheiten und Offenheit engagieren kann. Mit netzpolitik.org beschreiben wir, wie die Politik das Internet durch Regulierung verändert und wie das Netz Politik, Öffentlichkeiten und alles andere verändert. Wir verstehen uns als journalistisches Angebot, sind jedoch nicht neutral. Unsere Haltung ist: Wir engagieren uns für digitale Freiheitsrechte und ihre politische Umsetzung.&amp;quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kampagnen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://publiccode.eu/de/"&gt;Public Money - Public Code&lt;/a&gt;: Durch Steuergelder finanzierte Software sollte als Freie Software veröffentlicht werden. &lt;a href="https://media.ccc.de/v/36c3-151-public-money-public-code-a-campaign-framework-to-promote-software-freedom"&gt;Public Money? Public Code! A campaign framework to promote software freedom (Vortrag zum 36C3)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Podcasts&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://logbuch-netzpolitik.de/"&gt;Logbuch:Netzpolitik (#lnp)&lt;/a&gt;: Wöchentlicher Podcast über das netzpolitische Geschehen mit Linus Neumann und Tim Pritlove. Mein Lieblingspodcast.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.denkangebot.org/"&gt;Denkangebot&lt;/a&gt;: In diesem Podcast geht Katharina Nocun (kattascha) aktuellen politischen Debatten auf den Grund. Gemeinsam mit Experten nimmt sie Argumente und Fakten auseinander. Viel Netzpolitik, gut recherchiert, tiefgründig und dennoch super niedrigschwellig!&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://alternativlos.org/"&gt;Alternativlos&lt;/a&gt;: Die Netzbeschallung von Frank und Fefe. [Sie] reden über Politik, Technik, Verschwörungstheorien und was [ihnen] sonst noch so in den Sinn kommt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://radio.freifunk.net/"&gt;Freifunk Radio&lt;/a&gt;: Rund um die bundesweite Freifunk-Community. (&lt;a href="https://radio.freifunk.net/feed/audio/"&gt;Direktlink zum Feed&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h4&gt;Soziale Arbeit und Digitalisierung&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Literatur&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Kutscher, N./Ley, T./Seelmeyer, U./Siller, F./Tillmann, A./Zorn, I. (Hrsg.) (2020): &lt;a href="https://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/buecher/produkt_produktdetails/39311-handbuch_soziale_arbeit_und_digitalisierung.html"&gt;Handbuch Soziale Arbeit und Digitalisierung&lt;/a&gt;. Beltz/Juventa: Weinheim. (&lt;a href="https://content-select.com/de/portal/media/download_oa/9783779952589"&gt;Link zum Open Access E-Book&lt;/a&gt;): Das Buch gibt einen umfrangreichen Überblick über den Stand des aktuellen Diskurses, bezieht unterschiedliche Bezugsdisziplinen mit ein und beleuchtet erste Erkenntnisse zur Bedeutung des Themas in verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit. Großartig ist auch die Open Access-Veröffentlichung. Eine unbedingte Leseempfehlung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Blogs&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://benedikt-geyer.de/"&gt;Benedikt Geyer&lt;/a&gt; beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit Sozialer Arbeit, Digitalisierung und sozialen Medien. Ebenso hörenswert ist sein Podcast.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.digital-sozial.net"&gt;Digitalisierung in der Sozialen Arbeit&lt;/a&gt;: Blog von B. Büttner mit vielen Links und interessanten Artikeln zum Thema.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.ideequadrat.org/"&gt;IdeeQuadrat&lt;/a&gt;: Webseite von Hendrik Epe, unter anderem blogger &amp;amp; podcaster.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://soziale-arbeit.digital/"&gt;soziale-arbeit.digital&lt;/a&gt;: Gemeinsames Projekt von Hendrik Epe und Benedikt Geyer. Ich mag die Beiden, höre ihre podcasts regelmäßig und finde es großartig, wie sie sich für das Thema einsetzen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Podcasts&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://irgendwas-mit-menschen.com/"&gt;IWMM (Irgendwas mit Menschen)&lt;/a&gt;: Podcast von Benedikt Geyer. (&lt;a href="https://iwmm.podigee.io/feed/mp3"&gt;Direktlink zum Podcast-Feed&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.ideequadrat.org/podcast/"&gt;IdeeQuadrat&lt;/a&gt;: Transforming Social Organisations. (&lt;a href="https://ideequadrat.podigee.io/feed/aac"&gt;Direktlink zum Podcast-Feed&lt;/a&gt;).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://soziopod.de/"&gt;SozioPod&lt;/a&gt;: Podcast von Nils Köbel, Prof. für Pädagogik an der Kath. HS Mainz und Patrick Breitenbach. Stets sehr intensive und informative Diskurse über soziologische und sozialarbeiterische Themen. (&lt;a href="http://soziopod.de/feed/"&gt;Direktlink zum Podcast-Feed&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.dbsh.de/der-dbsh/junger-dbsh/"&gt;Junger DBSH Podcast&lt;/a&gt;: Die Nachwuchsorganisation des DBSH hat nun auch einen eigenen Podcast. Neue Folgen sollen monatlich via &lt;a href="https://invidio.us/channel/UC64OcxMazCHy-Pi_z6Z58hA"&gt;Youtube&lt;/a&gt;, Spotify oder Feed veröffentlicht werden. (&lt;a href="https://anchor.fm/s/1ef06d4c/podcast/rss"&gt;Direktlink zum Podcast-Feed&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pädagogische Projekte &amp;amp; Angebote&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.ccc.de/schule"&gt;Chaos macht Schule&lt;/a&gt; existiert seit etwa 2007 &amp;quot;als Initiative mehrerer Erfa-Kreise des Chaos Computer Clubs (CCC), die mit verschiedenen Bildungsinstitutionen zusammenarbeiten. Ziel des Projekts ist es, Schüler, Eltern und Lehrer in den Bereichen Medienkompetenz und Technikverständnis zu stärken.&amp;quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://digikids.online/"&gt;DigiKids&lt;/a&gt; ist ein Medienkompetenz-Projekt für Kinder ab 4 Jahren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://kidsdigitalgenial.de/"&gt;#kids #digital #genial&lt;/a&gt;: Tipps und Tricks im Umgang mit Medien und Datenschutz.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/"&gt;Medienpädagogik Open Praxis Blog&lt;/a&gt;: Ideen und Praxistipps für (Medien)Pädagog:innen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Berufsverband&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://dbsh.de"&gt;DBSH Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.&lt;/a&gt;: Der DBSH und seine Landesverbände setzen sich ebenso ab und zu mit Digitalisierung auseinander. Einen interessanten Schlagabtausch über Digitalisierung und Soziale Arbeit zwischen Michael Leinenbach (DBSH) und Benedikt Geyer/Hendrik Epe kann man nachlesen: &lt;a href="https://www.dbsh.de/fileadmin/redaktionell/pdf/gewerkschaft/Arbeit_4_0_Kommentar.pdf"&gt;hier&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://benedikt-geyer.de/wp-content/uploads/Arbeit-4.0-Eine-Replik.pdf"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://www.dbsh.de/fileadmin/redaktionell/pdf/gewerkschaft/Vertiefung_der_Kommentierung_zu_Arbeit_4.0.pdf"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://dbsh-sachsen.de"&gt;DBSH Sachsen&lt;/a&gt;: Wir entwickeln derzeit (04/2019) eine Workshop-Reihe zur Digitalen Mündigkeit und richten uns dabei vor allem an Fachkräfte. Nähere Informationen zu gegebener Zeit.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Du beschäftigst dich auch mit dem Thema und möchtest hier genannt werden? Du hast weitere Link-Tipps? Kein Problem. Sende mir einfach eine &lt;a href="https://digit.social/ueber"&gt;E-Mail&lt;/a&gt; oder kontaktiere mich via &lt;a href="https://pod.geraspora.de/u/staysafe"&gt;Diaspora&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Fr, 05 Apr 2019 17:11:34 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">603501fbb72b45f414dcedcd87457472</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Kinder- und Jugendschutz im Netz: Digitale Mündigkeit statt Restriktion</title>
      <link>https://digit.social/jugendschutz-im-netz</link>
      <description>&lt;p&gt;Durch die Vorbereitung eines Referats zum Thema &amp;quot;Offene W-LANs in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe&amp;quot;, bei dem ich den Fokus auf &lt;a href="https://digit.social/freifunk"&gt;Freifunk&lt;/a&gt; legen wollte, bin ich auf die rechtlichen Rahmenbedingungen des Kinder- und Jugendschutzes gestoßen. Erste Erkenntnisse und Gedanken zum Thema möchte ich in diesem Beitrag beschreiben.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Rechtliche Grundlage: Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Der Bereich der digitalen Medien wird nicht durch das Kinder- und Jugendschutzgesetz geregelt, sondern durch den ergänzenden &lt;a href="https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/2410-Jugendmedienschutz-Staatsvertrag"&gt;Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)&lt;/a&gt;. Für das Thema Offene W-LANs und Freifunk sind besonders §5 und §3 JMStV von Interesse:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auszug aus §5 JMStV:&lt;/p&gt;
&lt;pre&gt;&lt;code&gt;(1) Sofern Anbieter Angebote, die geeignet sind, die Entwicklung von Kindern oder Jugend-
lichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu
beeinträchtigen, verbreiten oder zugänglich machen, haben sie dafür Sorge zu tragen, 
dass Kinder oder Jugendliche der betroffenen Altersstufen sie üblicherweise nicht 
wahrnehmen.
[...]
(3) Der Anbieter kann seiner Pflicht aus Absatz 1 dadurch entsprechen, dass er
1. durch technische oder sonstige Mittel die Wahrnehmung des Angebots durch Kinder 
oder Jugendliche der betroffenen Altersstufe unmöglich macht oder wesentlich erschwert oder
2. die Zeit, in der die Angebote verbreitet oder zugänglich gemacht werden, so wählt, 
dass Kinder oder Jugendliche der betroffenen Altersstufe üblicherweise die Angebote 
nicht wahrnehmen.&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Auszug aus §3 JMStV:&lt;/p&gt;
&lt;pre&gt;&lt;code&gt;Im Sinne dieses Staatsvertrages sind
    2. "Anbieter" Rundfunkveranstalter oder Anbieter von Telemedien. &lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Sollten Einrichtungen der Jugendhilfe (also bspw. Offene Kinder- und Jugendtreffs bzw. Jugendfreizeitzentren) als &amp;quot;Anbieter&amp;quot; nach §3 JMStV gelten, so sind sie nach §5 verpflichtet, die Angebote entweder zeitlich zu beschränken (was bspw. der Idee, Freifunk vor allem zur Öffnungszeit zur Verfügung zu stellen, widersprechen würde) oder Sperrmechanismen einzuführen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freifunk will allerdings ein freies Netz für freie Bürger sein. Dies schließt Netzsperren grundsätzlich aus. Keine Freifunk-Community würde deshalb Contentfilter in die Firmware einbauen. Freifunker:innen verweisen deshalb eher auf Lösungen, Filter - wenn sie denn schon eingesetzt werden - maximal auf dem Endgerät zu installieren. Also, auf dem Smartphone, dem Tablett oder dem PC.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber selbst auf dem Engerät sind Jugendschutzfilter m.E. keine adäquate Methode des modernen Jugendschutzes.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Der Gedanke Jugendschutz mit Kontrolle durchzusetzen stammt aus einer Zeit, in der das Internet nicht existierte. Die einzigen Medien für Verbreitung von z.B. Pornographie waren VHS Kassetten und Hochglanzmagazine, die Kontrollinstanzen entsprechend schwer zu umgehen. Dies ist aber nicht einfach auf die Technik des Internets übertragbar. [...]
Leider stellen Jugendschutzfilter ein System dar, das&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;massive sicherheitstechnische Bedenken und Missbrauchspotential mit sich bringt &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;niemals up-to-date sein kann &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;mit geringem bis gar keinem Verständnis umgangen werden kann &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;eine Kultur der Zensur etabliert“
(&lt;a href="https://ffnw.de/freifunk-in-schulische-enterprise-wlan-infrastruktur-einbinden-teil-3-schutz-der-jugend-durch-webfilter/"&gt;Freifunk Nordwest)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3&gt;Das Problem mit den Filtern&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Der Grund für diese Problematik liegt an der technischen Umsetzung der Jugendschutzfilter. Es gibt derzeit zwei Wege:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;DNS-Filter&lt;/strong&gt;: Das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Domain_Name_System"&gt;&lt;strong&gt;D&lt;/strong&gt;omain &lt;strong&gt;N&lt;/strong&gt;ame &lt;strong&gt;S&lt;/strong&gt;ystem&lt;/a&gt; ist eines der wichtigsten Dienste in Netzwerken, wie dem Internet. Es übersetzt Domains in IP-Adressen. Heißt: Wenn ich bspw. &lt;a href="https://digit.social"&gt;https://digit.social&lt;/a&gt; in die Adresszeile des Browsers eingebe, schaut der Browser oder der Internetprovider auf einem DNS-Server nach und findet die dazugehörige IP-Adresse (185.26.156.86). Das Prinzip lässt sich mit einem Adressbuch vergleichen, in dem den Namen meiner Freunde, ihre Postadressen zugeordnet sind. Ohne Adressen könnte schließlich auch kein Brief ankommen. DNS-Filter funktionieren dann prinzipiell so, dass dem DNS-Server eine Liste als Kontrollinstanz hinzugefügt wird. Blacklists blockieren alle Domainanfragen, die auf der Liste stehen und leiten sie auf unverfängliche Seiten um. Whitelists hingegen lassen nur Zugriffe auf Seiten zu, die auf der Liste stehen. Alle anderen werden umgeleitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Probleme:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Die verwendeten Listen müssen gepflegt werden und hinken dadurch der schnellen Entwicklung immer hinterher. &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Anwender:innen solcher Filter müssen jenen vertrauen, die diese Listen erstellen. Immer wieder kommt es vor, dass auch nicht-jugendgefährende Seiten auf solchen Listen landen. &lt;a href="https://www.klicksafe.de/themen/schutzmassnahmen/jugendschutzfilter/wie-funktioniert-filtersoftware/"&gt;Klicksafe nennt vier Grundkonzepte der Klassifizierung&lt;/a&gt;: Redaktionelle, Crowdbasierte, Automatische und Selbstklassifizierung.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Darüber hinaus: Eingestellte Filter lassen sich mit wenigen Klicks auch von nicht-technik-affinen Menschen umgehen. DNS-Server bspw. lassen sich von Hand direkt am Endgerät ändern, mobile Geräte mit Jugendschutzapps ebenso schnell auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Anleitungen finden sich ohne große Mühe im Netz und sollten vor allem unter Jugendlichen schnell die Runde machen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Content-Filter&lt;/strong&gt; durchsuchen den Datenverkehr nach Stichworten (Keyword-Blocking) und blockieren diese.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Probleme:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Der jeweilige &lt;strong&gt;Kontext&lt;/strong&gt; wird nicht beachtet: Eine Suche nach „Hitler“ kann ebenso im Rahmen einer Hausaufgabe geschehen, „Anal“ kommt auch im Wort Analysieren vor.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Anbieter problematischer Inhalte nutzen ebenso Wortneuschöpfungen oder &lt;strong&gt;Codes&lt;/strong&gt;: Aus &amp;quot;Viagra&amp;quot; wird  &amp;quot;V1agra“ oder &amp;quot;V!agra&amp;quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Mittlerweile liegt der meiste Internetverkehr verschlüsselt vor. Um mit Content-Filtern blockieren zu können, müsste der Datenverkehr allerdings lesbar, also unverschlüsselt gescannt werden. Das führt dazu, dass &lt;a href="https://www.klicksafe.de/themen/schutzmassnahmen/jugendschutzfilter/wie-zuverlaessig-blockieren-sie-problematische-angebote/"&gt;einige Filterprogramme alle verschlüsselten Verbindungen (https://) blocken oder aber ganz zulassen&lt;/a&gt;. Im Sinne der Förderung  digitaler Mündigkeit und damit des Wissens um die Notwendigkeit von verschlüsselter Kommunikation, ist das Blockieren aller sicheren Verbindungen ein Fehler.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ein Zugriff auf den verschlüsselten Datenverkehr könnte zudem sogar eine Straftat nach &lt;a href="https://dejure.org/gesetze/StGB/202a.html"&gt;§202a StGB&lt;/a&gt; sein, in dem der unberechtigte Zugang zu besonders gesicherten Daten als &amp;quot;Ausspähen von Daten&amp;quot; geregelt wird.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3&gt;Förderung Digitaler Mündigkeit statt Restriktion&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Jugendschutzfilter sind also mindestens suboptimal, wenn nicht sogar kontraproduktiv. Viel sinnvoller wären pädagogische Konzepte, die junge Menschen dazu befähigen, sich in der digitalen Welt souverän zu bewegen. Im Sinne &lt;a href="https://digit.social/auftrag-digitale-m%C3%BCndigkeit"&gt;digitaler Mündigkeit&lt;/a&gt; bedeutet das die gemeinsame Entwicklung der&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Fähigkeit, selbstständig, selbstbestimmt und eigenverantwortlich Entscheidungen in der digitalen Welt treffen zu können.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das bedeutet für mich, Kinder und Jugendliche altersgerecht an die Chancen und Risiken der digitalen Welt heranzuführen. Es bedeutet, auf Gefahren hinzuweisen und Kinder- und Jugendliche &lt;strong&gt;nicht allein zu lassen in der Erkundung der digitalen Welten&lt;/strong&gt;, sondern sie &lt;strong&gt;konsequent und kompetent zu begleiten&lt;/strong&gt;. Vorstellbar sind hier Workshops mit einerseits technischer und andererseits ethischer Ausrichtung. Bspw. zur Funktion von Netzwerken, zu Freiheitsrechten oder Diskussionen über Pro-und-Contra Netzsperren. Da Kinder und Jugendliche auch trotz Jugendschutzfilter früher oder später auf jugendgefährdende Inhalte treffen, sollten sich Sozialarbeitende &lt;strong&gt;vorher&lt;/strong&gt; mit dem Thema auseinandersetzen und pädagogisch-didaktische Angebote zum Umgang mit jenen Gefahren entwickeln. Entsprechende Themen sind unter&lt;a href="https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/2410-Jugendmedienschutz-Staatsvertrag"&gt; §4 JMStV&lt;/a&gt; unter dem Titel &amp;quot;Unzulässige Angebote&amp;quot; aufgelistet. Verkürzt gesagt, brauchen wir einen fachlichen, pädagogischen Umgang mit den Themen Propaganda, Hass, Gewalt und Pornografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Leseempfehlungen:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Ein &amp;quot;Für-und-Wider&amp;quot; beim Thema Jugendschutzfilter zeigt auch die Broschüre &lt;a href="https://www.kjm-online.de/fileadmin/user_upload/KJM/Publikationen/Gutachten/Perspektiven-technischer-Jugendschutz.pdf"&gt;&amp;quot;Perspektiven des technischen Jugendschutzes: Aktuelle Herausforderungen und zukunftsfähige Konzepte&amp;quot; (2016)&lt;/a&gt;, veröffentlicht von &lt;a href="https://jugendschutz.net"&gt;https://jugendschutz.net&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Stellungnahmen und Positionen von Freifunk-Gruppen zum Jugendschutz lassen sich bei &lt;a href="https://freifunk-lippe.de/jugendschutz-und-freifunk/"&gt;Freifunk Lippe&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://ffnw.de/freifunk-in-schulische-enterprise-wlan-infrastruktur-einbinden-teil-3-schutz-der-jugend-durch-webfilter/"&gt;Freifunk Nordwest&lt;/a&gt; finden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Guter Beitrag zum Thema im Kuketz-Blog: &lt;a href="https://www.kuketz-blog.de/kommentar-android-smartphone-kinder-und-jugendfreundlich-einrichten/"&gt;Kommentar: Android-Smartphone kinder- und jugendfreundlich einrichten&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</description>
      <pubDate>Mo, 10 Jun 2019 12:07:47 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">f19ee51250d72aa605ed544ad183ece1</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Digitale Teilhabe II: Computer für Alle!</title>
      <link>https://digit.social/computer-fuer-alle</link>
      <description>&lt;p&gt;Die Zeit des Lockdowns hat es gezeigt: Homeoffice und Homeschooling sind aufregende Entwicklungen einer zunehmend digitalen Gesellschaft. Auch weniger technik-affine Menschen konnten vielerorts erste Erfahrungen mit digitaler Kommunikation sammeln. Videokonferenzen und Kollaborationstools sind erlebbar geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch was ist mit Menschen, die zwar gern am digitalen Leben teilhaben würden, aber aufgrund geringer finanzieller Mittel keine Möglichkeit haben? Was passiert mit Kindern und Jugendlichen, denen es mangels eigenem Computer oder Laptop schlicht unmöglch ist, Hausaufgaben digital zu erledigen, mit Klassenkamerad:innen eine Gruppenarbeit zu organisieren oder sich in der Klassen-Vidokonferenz über die Lerninhalte auszutauschen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Idee ist so simpel wie genial:&lt;/strong&gt; Gebrauchte und gespendete Hardware wird eingesammelt, aufbereitet und anschließend an Menschen mit geringem Einkommen kostenfrei oder gegen einen geringen Selbstkostenpreis abgegeben (bspw. für neu angeschaffte Peripherie).  Projekte, die das ermöglichen, gibt es mittlerweile bundesweit. &lt;a href="https://computertruhe.de/"&gt;Einige existieren bereits seit mehreren Jahren&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;iframe width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen src="//umap.openstreetmap.de/de/map/hardware-for-future_4719?scaleControl=false&amp;miniMap=false&amp;scrollWheelZoom=false&amp;zoomControl=true&amp;allowEdit=false&amp;moreControl=true&amp;searchControl=null&amp;tilelayersControl=null&amp;embedControl=null&amp;datalayersControl=true&amp;onLoadPanel=none&amp;captionBar=false"&gt;&lt;/iframe&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;strong&gt;Leipzig&lt;/strong&gt; hat der &lt;a href="https://dezentrale.space/"&gt;Hackspace des dezentrale e.V.&lt;/a&gt; das Projekt &lt;a href="https://hardwareforfuture.de"&gt;&amp;quot;Hardware for Future&amp;quot;&lt;/a&gt; in Kooperation mit dem Referat Digitale Stadt der Stadt Leipzig ins Leben gerufen. Seit Frühjahr 2020 können Unternehmen und Privatpersonen gebrauchte Laptops und Desktop-PCs, Tastaturen, Mäuse, usw. spenden. Ein Team aus ehrenamtlichen Menschen löscht die Daten, setzt das Betriebssystem neu auf, installiert sinnvolle FLOSS-Anwendungen, wie LibreOffice und Firefox und vergibt die &lt;em&gt;neuen alten&lt;/em&gt; Rechner an Menschen mit finanziellem Unterstützungsbedarf, an Schüler:innen, Familien oder gemeinnützige Vereine. Das ist nicht nur sozial, sondern auch ökologisch sinnvoll!&lt;/p&gt;
&lt;div class="responsive-video"&gt;
&lt;iframe src="https://digit.social/bl-content/uploads/media/hw4f.mp4" webkitallowfullscreen="" mozallowfullscreen="" allowfullscreen="" width="1600" height="900" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Praxis-Tipp&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Sieh in der &lt;a href="https://umap.openstreetmap.de/de/map/hardware-for-future_4719#6/51.076/10.437"&gt;Karte&lt;/a&gt; nach, wo in deiner Nähe ein solches Projekt bereits existiert.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Bring dich selbst mit Sach-, Geld- oder Zeitspenden ein.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sollte kein Projekt in deiner Nähe existieren, suche nach möglichen Verbündeten:
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Kontaktiere deinen &lt;a href="https://wiki.hackerspaces.org/List_of_Hacker_Spaces"&gt;nächsten Hack- oder Makerspace&lt;/a&gt;. Vielleicht könnt ihr ein solches Projekt gemeinsam aufbauen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kontaktiere deine Stadtverwaltung oder deinen Ortschaftsrat. Vielleicht findest du auch dort Unterstützer:innen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vielleicht hat auch dein (Jugendhilfe-)Träger oder deine Schule Lust und Ressourcen ein solches Projekt alllein oder gemeinsam mit Anderen aufzubauen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</description>
      <pubDate>Do, 06 Aug 2020 15:52:26 +0200</pubDate>
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